Spezialist für Markenstrategie & B2B-Sichtbarkeit. Er kombiniert Markenentwicklung mit modernem SEO und KI-Suchsystemen.
Viele Unternehmen stehen früher oder später vor der Frage: Sollen wir SEO intern umsetzen oder eine Agentur damit beauftragen? Eine pauschale Antwort gibt es nicht.
Denn was in einem Fall funktioniert, kann im anderen zur Fehlinvestition werden. Dieser Artikel zeigt Ihnen, wie Sie eine fundierte Entscheidung treffen – basierend auf realistischen Anforderungen, Ressourcen und Zielen.
Industrieunternehmen stehen früher oder später vor derselben Frage: SEO intern aufbauen oder mit einer Agentur arbeiten? Die Entscheidung ist keine Geschmacksfrage und keine Frage einzelner Angebote. Sie ist eine Organisations- und Budgetentscheidung.
Dieser Beitrag richtet sich an Industrieunternehmen, die SEO als strategischen Wachstumstreiber betrachten und wissen wollen, ab welchem Budget interne SEO wirtschaftlich sinnvoll wird – und wann eine SEO-Agentur strukturell überlegen bleibt.
Warum interne SEO im Industriebereich häufig überschätzt wird
Interne SEO wird oft als günstige Alternative zur Agentur gesehen. Die Vorstellung: eine Person einstellen, Inhalte schreiben lassen, Rankings verbessern. In der Praxis scheitert dieses Modell regelmäßig, weil Industrie-SEO mehrere Disziplinen vereint:
Strategische Themenplanung, Suchintention, Onpage-Optimierung, interne Verlinkung, Content-Qualität, technische Grundlagen, Monitoring sowie zunehmend GEO-Logiken für KI-Suchsysteme.
Diese Anforderungen lassen sich weder mit einer halben Stelle noch mit einem Junior abdecken. Sobald Sichtbarkeit geschäftsrelevant wird, braucht es belastbare Strukturen.
Was interne SEO realistisch kostet
Ein funktionsfähiges internes Setup im Industriebereich benötigt mindestens folgende Kompetenz:
Eine Person, die SEO strategisch versteht, Inhalte priorisieren kann, Suchintention sauber trifft und operative Optimierung beherrscht. Gleichzeitig müssen Inhalte in relevanter Schlagzahl produziert werden – fachlich korrekt, strukturiert und suchmaschinenfähig.
Minimale interne Besetzung
Ein realistisches internes Mindestmodell besteht aus:
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1 SEO-Lead mit strategischer und operativer Kompetenz
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1 Content-Rolle mit Industrieverständnis
Reale Arbeitgeberkosten in Deutschland:
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SEO-Lead: ca. 6.500–7.000 € pro Monat
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Content-Rolle: ca. 5.000–5.500 € pro Monat
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Tools, Overhead, Führung: ca. 1.000–1.500 €
Interne Mindestkosten: ca. 13.500–15.000 € pro Monat
Dabei noch nicht eingerechnet: Recruiting-Risiko, Ausfallzeiten, Einarbeitung, Fluktuation sowie kontinuierlicher Steuerungsaufwand durch die Geschäftsführung.
Die entscheidenden Budget-Schwellen
Nicht jedes Budget rechtfertigt ein internes Setup. Die folgenden Schwellen haben sich als realistisch erwiesen.
Unter 10.000 € pro Monat
Ein internes Setup ist strukturell unterlegen. Es fehlt an Seniorität, Redundanz und Schlagzahl. SEO bleibt fragmentiert und entwickelt keine strategische Wirkung.
10.000–13.000 € pro Monat
Grenzbereich. Möglich ist ein überlasteter Generalist. Qualität, Geschwindigkeit und Skalierung bleiben begrenzt. GEO-Themen und Weiterentwicklung geraten ins Hintertreffen.
Ab 14.000–16.000 € pro Monat
Erste tragfähige interne Lösung. Zwei Rollen lassen sich abbilden, Prozesse entstehen. Führung und Steuerung durch die Geschäftsführung bleiben notwendig.
Ab 18.000 € pro Monat
Interne SEO wird organisatorisch sinnvoll. Redundanz, Weiterentwicklung und strategische Tiefe sind möglich. SEO wird zum dauerhaften Kernprozess.
Wann externe Partner wirtschaftlich überlegen sind
Ein externer Partner ist nicht deshalb sinnvoll, weil er günstiger ist, sondern weil er Struktur ersetzt.
Externe Modelle sind überlegen, wenn:
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mehrere Themen oder Domains parallel betreut werden
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hohe Content-Schlagzahl benötigt wird
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interne Führungskapazität begrenzt ist
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Geschwindigkeit wichtiger ist als Ownership
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Budgets unterhalb einer stabilen internen Organisation liegen
Ein professioneller externer Partner ersetzt faktisch eine interne Einheit – inklusive Strategie, Redaktion, Qualitätssicherung und Weiterentwicklung.
Der oft übersehene Faktor: Geschäftsführungsaufwand
Interne SEO bindet Aufmerksamkeit. Inhalte müssen priorisiert, Ergebnisse eingeordnet, Personal geführt und Entscheidungen getroffen werden. Dieser Aufwand wird selten kalkuliert, beeinflusst aber die Wirtschaftlichkeit massiv.
Externe Modelle entlasten genau an dieser Stelle. Informationen, Entwicklungen und Prioritäten werden geliefert, nicht eingefordert.
Typische Fehlentscheidungen im Industriebereich
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Interne SEO mit zu kleinem Budget starten
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Einzelpersonen überlasten
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Content-Menge unterschätzen
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GEO-Themen ignorieren
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Externe Partner nur nach Preis vergleichen
Diese Fehler führen nicht zu langsamem Wachstum, sondern zu Stillstand.
Entscheidungsleitfaden für Industrieunternehmen
Interne SEO lohnt sich, wenn:
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ein dauerhaftes Budget von mindestens 18.000 € monatlich eingeplant ist
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SEO als strategischer Kernprozess verstanden wird
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Führungskapazität vorhanden ist
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Know-how langfristig intern aufgebaut werden soll
Externe SEO ist sinnvoll, wenn:
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Budgets unterhalb dieser Schwelle liegen
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mehrere Projekte parallel betreut werden
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Geschwindigkeit und Entlastung im Fokus stehen
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Ergebnisse wichtiger sind als Organisationsaufbau
Fazit
Die Frage ist nicht, ob interne oder externe SEO besser ist. Die Frage lautet: Ab welchem Budget und mit welcher Organisation ist welche Lösung wirtschaftlich sinnvoll?
Im Industriebereich liegt diese Schwelle klar. Unterhalb einer belastbaren internen Struktur bleibt externe SEO überlegen. Erst mit ausreichendem Budget, klarer Verantwortung und strategischem Anspruch wird Inhouse zur sinnvollen Alternative.
Häufige Fragen
Ab welchem Budget lohnt sich SEO Inhouse wirklich?
Im Industriebereich wird interne SEO erst ab etwa 18.000 Euro Monatsbudget sinnvoll. Erst ab dieser Schwelle lassen sich Strategie, Redaktion, Qualitätssicherung und Weiterentwicklung stabil abbilden, ohne strukturelle Engpässe.
Warum scheitert Inhouse-SEO bei vielen Unternehmen?
Häufig wird interne SEO mit zu wenig Budget oder zu wenig Personal gestartet. Einzelpersonen werden überlastet, Content-Schlagzahl bleibt zu gering und strategische Weiterentwicklung findet nicht statt.
Ist eine SEO-Agentur nicht immer teurer als intern?
Nein. Rechnet man reale Personalkosten, Tools, Führung und Ausfallrisiken zusammen, ist eine professionelle Agentur bei Budgets unterhalb einer stabilen Inhouse-Struktur oft wirtschaftlich überlegen.
Reicht ein einzelner SEO-Mitarbeiter für Inhouse-SEO aus?
In der Regel nicht. Eine Person kann weder dauerhaft hohe Content-Mengen produzieren noch gleichzeitig Strategie, Optimierung, Monitoring und Weiterentwicklung abdecken. Spätestens bei Wachstum entsteht ein strukturelles Limit.
Welche Rolle spielt GEO bei der Entscheidung Inhouse oder Agentur?
GEO erhöht die Komplexität erheblich. Neben klassischem SEO wird zusätzlich Know-how zu KI-Suchsystemen, Strukturierung und Zitierlogiken benötigt. Diese Kompetenz intern aufzubauen erfordert zusätzliche Ressourcen.