Suchintention verstehen: Informational & transactional Keywords strategisch nutzen
Informational Keywords: Sichtbarkeit im oberen Funnel aufbauen
"Informational" bedeutet: Der Nutzer will lernen, verstehen, vergleichen oder sich in ein Thema einarbeiten. In der Industrie betrifft das vor allem technische Prozesse, Werkstoffe, Normen oder Fachbegriffe.
Typische Beispiele aus dem industriellen Umfeld
Was ist ein Plasmaschneider?
Vorteile von POM gegenüber PA
CNC-Bearbeitung erklärt
Wie funktioniert ein Frequenzumrichter?
Richtige Kunststoffauswahl für Zahnräder
Zielgruppe und Nutzen
Informational Inhalte richten sich an Ingenieure, Konstrukteure, technische Einkäufer sowie Entscheider aus Entwicklung, Beschaffung oder Projektverantwortung. In der frühen Phase des Entscheidungsprozesses steht nicht die konkrete Produktsuche im Fokus, sondern das Verstehen von Zusammenhängen und das Vergleichen möglicher Lösungswege. Besonders in der Industrie sind viele Entscheidungen technisch komplex, mit hohen Investitionskosten und langfristigen Auswirkungen verbunden – eine fundierte Informationsgrundlage ist daher unverzichtbar.
Gut strukturierte, fachlich fundierte Inhalte wie Glossarartikel, technische Ratgeber oder erklärende Fachbeiträge vermitteln Kompetenz und schaffen Vertrauen. Wer hier wertvolle Inhalte bietet, wird nicht nur wahrgenommen, sondern positioniert sich als fachlich relevanter Anbieter – lange vor einer konkreten Anfrage.
Der Mehrwert liegt dabei nicht nur in der Reichweite. Sichtbarkeit zur richtigen Zeit bedeutet Präsenz in einer entscheidenden Phase: Wer hier überzeugt, wird später angefragt oder empfohlen. Entscheidend ist, dass Inhalt und Suchintention übereinstimmen – und die Tiefe der Inhalte echten Erkenntnisgewinn bietet.
Transactional Keywords: Wenn aus Sichtbarkeit Anfragen werden
"Transactional" beschreibt Suchanfragen mit klarer Handlungsabsicht: Der Nutzer möchte ein Produkt kaufen, ein Angebot einholen oder mit einem Anbieter in Kontakt treten. Die Intention ist auf Abschluss, Beratung oder Bestellung ausgerichtet.
Typische Beispiele aus dem B2B-SEO:
POM-C Platten kaufen
CNC-Frässervice Angebot einholen
PEEK Rundstab Hersteller
Kunststoffbearbeitung Dienstleister
Frequenzumrichter Beratung
Passende Seitenformate für Transaktionsintention
Produktdetailseiten mit technischen Spezifikationen
Angebotsformulare
Leistungsseiten mit konkreten Anwendungsfällen
Kontaktseiten mit Ansprechpartnern und klarer Call-to-Action
Diese Seiten müssen vertrauensbildend, technisch präzise und conversion-orientiert gestaltet sein – idealerweise ergänzt durch Zertifizierungen, Lieferzeiten oder Referenzen.
Die Suchintention gezielt identifizieren
Um die Suchintention hinter einem Keyword sicher zu erkennen, empfehlen sich drei Methoden:
SERP-Analyse (manuell): Welche Inhalte zeigt Google? Überwiegen Ratgeber- und Erklärseiten, liegt eine informational Intention vor. Dominieren Anbieter, Shops oder Dienstleisterseiten, ist die Intention transactional.
Tool-Unterstützung: Tools wie Ahrefs, SEMrush oder der Google Keyword Planner liefern Hinweise auf Keyword-Kategorien, Suchvolumen und CPC – nützliche Indikatoren zur Einordnung.
Phrasenlogik: Formulierungen wie „was ist“, „wie funktioniert“ oder „Vorteile von“ deuten auf informationalen Suchbedarf hin. Keywords mit „kaufen“, „Preis“, „Dienstleister“ oder „Hersteller“ zeigen meist transaktionale Absicht.
Darüber hinaus lohnt sich im B2B eine differenziertere Betrachtung der fünf Suchintentionstypen.
Überblick: Die fünf Suchintentionstypen im B2B
Suchintention
Beispiel-Keyword (Industrie)
Ziel des Nutzers
Geeigneter Content-Typ
Informational
„Was ist POM-C?“
Wissen aufbauen
Glossar, Fachartikel, Grundlagen-Erklärungen
Transactional
„PEEK Platten kaufen“
Anbieter finden, Angebot einholen
Produktseite, Angebotsformular
Navigational
„igus datenblatt POM“
Konkrete Unterseite oder Ressource aufrufen
Landingpage, PDF-Download, Datenblätter
Kommerziell (vergleichend)
„bester Kunststoff für Zahnräder“
Optionen bewerten, Kauf vorbereiten
Vergleichsartikel, Whitepaper, Entscheidungsratgeber
Brandbezogen (branded)
„Ensinger Kunststoffplatten“
Hersteller direkt suchen
Kategorie-Übersicht, Herstellerseite, Unternehmensprofil
Inhalte entlang des Funnels strukturieren
Um aus Sichtbarkeit systematisch Leads zu generieren, sollten Inhalte entlang der Customer Journey aufgebaut sein:
Funnel-Stufe
Suchintention
Beispiel-Keyword
Empfohlenes Content-Format
Awareness
informational
„Was ist PA6?“
Glossar, Fachartikel
Consideration
informational
„Vergleich POM vs. PTFE“
Whitepaper, Vergleichsbeitrag
Decision
transactional
„POM Platten Hersteller“
Produktseite, Kategorieübersicht
Conversion
transactional
„CNC-Dienstleister Angebot“
Angebotsformular, direkter Kontakt
Je klarer Inhalte dieser Struktur folgen, desto effizienter wird der Kanal SEO. Wichtig ist eine logische interne Verlinkung, die den Nutzer von der Information bis zur Entscheidung begleitet.
Praxisbeispiel aus der Industrie: Sichtbarkeit trifft Conversion
Ein Kunststoffhersteller veröffentlicht einen Glossarartikel zum Begriff „Was ist POM-C?“ mit umfassenden technischen Erläuterungen. Der Beitrag erzielt Sichtbarkeit für das informational Keyword – und verweist gezielt auf die Produktseite „POM-C Platten kaufen“. Dort finden sich Preise, Lieferformen und ein Angebotsformular. Diese Kombination aus Sichtbarkeit (Awareness) und klarer Handlungsoption (Conversion) bringt regelmäßig qualifizierte Anfragen – und zeigt, wie man die Funnel-Logik konkret umsetzt.
Content-Strategie strukturieren: So gelingt die Umsetzung
Damit Inhalte ihre volle Wirkung entfalten, sollten sie nicht nur sauber nach Suchintention getrennt, sondern auch systematisch strukturiert werden. Folgende Seitentypen sind sinnvoll:
Glossar & Grundlagenwissen: Für technische Begriffe und Erklärungen
Vergleichsbeiträge & Use Cases: Für materialspezifische oder anwendungsbezogene Entscheidungen
Produktseiten & Kategorien: Für konkrete Angebote, Herstelleranfragen und Bestellungen
Landingpages: Für gezielte Kampagnen, Markenanfragen oder Datenblätter
Branchenlösungen: Für spezifische Zielgruppen wie Maschinenbau, Medizintechnik oder Automotive
Ergänzend empfehlen sich folgende weiterführende Inhalte:
SEO für die Kunststofftechnik
Content-Hubs mit Industriebezug
SEO für die Industrie allgemein
Diese helfen dabei, eine differenzierte, nutzerzentrierte und leistungsfähige SEO-Struktur aufzubauen.
SEO-Erfolg beginnt mit der richtigen Intention
Ob Sichtbarkeit, Vertrauen oder Conversion: Wer industrielle Zielgruppen erreichen will, muss wissen, was sie wirklich suchen – und wie sie suchen. Die Suchintention ist dabei kein theoretisches Konzept, sondern das Fundament moderner B2B-SEO-Strategien. Nur wer Inhalte systematisch nach Intent strukturiert, wird bei Google gefunden – und als Anbieter ernst genommen.
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