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Wie Fachkräfte Industrieunternehmen bei Google suchen


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Stefan Gerlach

Spezialist für Markenstrategie & B2B-Sichtbarkeit. Er kombiniert Markenentwicklung mit modernem SEO und KI-Suchsystemen.

Lesezeit Icon 3 min Themenraum: B2B Marketing Dez 2025


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In der Stimme von Stefan Gerlach

 
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Fachkräfte suchen selten aktiv nach Stellenanzeigen. Sie beobachten den Markt, informieren sich über Unternehmen, Technologien und Branchen – oft über Monate hinweg. Der zentrale Einstiegspunkt dafür ist Google. Wer hier nicht sichtbar ist, wird von potenziellen Mitarbeitern nicht wahrgenommen.

Viele Industrieunternehmen unterschätzen dieses Suchverhalten. Recruiting im Mittelstand wird operativ gedacht, während die eigentliche Entscheidungsphase der Fachkräfte deutlich früher beginnt.

Warum Fachkräfte anders suchen als Unternehmen vermuten

Ein häufiger Denkfehler lautet: Fachkräfte suchen nach Jobtiteln. In der Realität suchen sie nach fachlicher Orientierung.

Sie wollen verstehen:

  • womit ein Unternehmen technisch arbeitet

  • welche Rolle es in einer Branche spielt

  • ob die Themen langfristig relevant sind

  • wie sich Kompetenz und Verantwortung verteilen

Die Suche richtet sich nicht auf offene Stellen, sondern auf Einordnung.

Typische Suchmuster von Fachkräften

Das Suchverhalten ist thematisch geprägt, nicht formal. Fachkräfte beginnen breit und werden erst später konkret.

Frühe Phase Spätere Phase
Technologie + Branche Unternehmen + Tätigkeit
Mittelstand + Fachgebiet Rolle + Verantwortung
Anwendung + Industrie Karriereseite

In der frühen Phase dominieren Suchanfragen, die auf Fachinhalte abzielen. Unternehmen mit reinen Karriereseiten bleiben hier unsichtbar.

Warum Jobtitel selten der Einstiegspunkt sind

Jobtitel sind für Suchmaschinen unscharf. Sie sagen wenig über Inhalte, Technologien oder Anwendungsfelder aus.

Eine Suche nach „Ingenieur Maschinenbau“ liefert austauschbare Ergebnisse. Eine Suche nach „Automatisierung Sondermaschinenbau Mittelstand“ hingegen führt zu spezialisierten Inhalten.

Fachkräfte suchen dort, wo fachliche Tiefe sichtbar wird.

Die Rolle von Fachinhalten im Recruiting

Fachartikel, Projektbeschreibungen und Brancheninhalte erfüllen im Recruiting eine ähnliche Funktion wie Referenzen im Vertrieb. Sie schaffen Vertrauen, bevor Kontakt entsteht.

Diese Inhalte zeigen:

  • technisches Niveau

  • reale Anwendungsfälle

  • Tiefe statt Selbstdarstellung

Für Fachkräfte sind sie ein Signal: Dieses Unternehmen arbeitet an relevanten Themen.

Wie Google Arbeitgeber einordnet

Google bewertet Unternehmen nicht explizit als Arbeitgeber. Die Einordnung entsteht indirekt über Inhalte, Struktur und Kontext.

Entscheidend sind:

  • thematische Konsistenz

  • wiederkehrende Fachbegriffe

  • klare Verbindung zwischen Technologie, Markt und Unternehmen

Fehlt dieser Kontext, kann Google keine Arbeitgeberrelevanz ableiten.

Der Unterschied zwischen Sichtbarkeit und Attraktivität

Viele Unternehmen investieren in Arbeitgeberattraktivität, ohne sichtbar zu sein. Attraktivität wirkt jedoch nur, wenn sie wahrgenommen wird.

Attraktivität Sichtbarkeit
internes Selbstbild externe Auffindbarkeit
Benefits & Kultur fachliche Einordnung
Recruiting-Kommunikation Suchrelevanz

Ohne Sichtbarkeit bleibt Attraktivität wirkungslos.

Wann die Karriereseite ins Spiel kommt

Die Karriereseite ist selten der erste Kontaktpunkt. Sie wird aufgerufen, wenn bereits Interesse und Vertrauen entstanden sind.

Zu diesem Zeitpunkt will die Fachkraft:

  • prüfen, ob Rollen passen

  • verstehen, wie Einstieg möglich ist

  • einordnen, wie das Unternehmen arbeitet

Fehlt der fachliche Kontext davor, erreicht die Karriereseite kaum qualifizierte Besucher.

Warum Industrieunternehmen besonders betroffen sind

Industrieunternehmen sind häufig technologisch komplex und erklärungsbedürftig. Genau hier liegt ihr Vorteil – wenn Inhalte existieren.

Ohne Fachinhalte bleibt das Unternehmen unsichtbar. Mit ihnen wird es zum Orientierungspunkt.

Hidden Champions werden nicht wegen schlechter Arbeit gemieden, sondern wegen fehlender Auffindbarkeit.

Konsequenzen für Recruiting-SEO

Recruiting-SEO setzt vor der Karriereseite an. Es beginnt mit der Frage:

Für welche fachlichen Themen soll dieses Unternehmen gefunden werden?

Daraus entsteht:

  • thematische Content-Struktur

  • klare interne Verlinkung

  • Sichtbarkeit entlang der Entscheidungsphase

So entsteht Vertrauen vor der Bewerbung.

Zusammenfassung

Fachkräfte suchen Industrieunternehmen nicht über Jobtitel, sondern über fachliche Orientierung.

Unternehmen, die dieses Suchverhalten verstehen:

  • werden früher wahrgenommen

  • bauen Vertrauen auf

  • gewinnen qualifiziertere Bewerber

Google ist damit nicht nur Vertriebskanal, sondern entscheidender Recruiting-Hebel.

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