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Studie: Wer dominiert die Sichtbarkeit in der Kunststoffbranche?


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Stefan Gerlach

Spezialist für Markenstrategie & B2B-Sichtbarkeit. Er kombiniert Markenentwicklung mit modernem SEO und KI-Suchsystemen.

Lesezeit Icon 7 min Themenraum: B2B Marketing Jan 2026


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In der Stimme von Stefan Gerlach

 
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Studie zur organischen Sichtbarkeit der Kunststoffbranche in Deutschland: Gewinner-Ranking, Werkstoffe, Händler vs. Industrie, Datenbasis Ahrefs, Google & KI-Suchsysteme.

Zusammenfassung für Entscheider

Die organische Sichtbarkeit rund um Kunststoffe in Deutschland wird überwiegend nicht von Herstellern oder Shops, sondern von Wissens- und Lexikonseiten dominiert. Begriffe wie Kunststoff, technische Kunststoffe, PE, POM oder PTFE bündeln ihren Traffic auf wenige, stark strukturierte Informationsseiten. Einzelne URLs vereinen dabei einen erheblichen Teil der gesamten Nachfrage – unabhängig von Markenbekanntheit oder Unternehmensgröße.

Die Analyse zeigt ein klares Muster: Suchsysteme bevorzugen thematisch geschlossene Wissensräume gegenüber fragmentierten Produkt- oder Kategorieseiten. Domains mit klaren Definitionen, Eigenschaften, Anwendungsübersichten und normativen Einordnungen erzielen deutlich höhere Sichtbarkeit als klassische Industrieauftritte, selbst wenn diese technisch und fachlich überlegen sind.

Besonders auffällig ist der Intent-Mismatch: Ein Großteil der Suchanfragen in der Kunststoffbranche ist informationsgetrieben, wird jedoch von Unternehmen adressiert, die primär transaktional denken. Dadurch überlassen Industrieanbieter systematisch Sichtbarkeit an Nachschlageportale, Fachlexika und allgemeine Wissensplattformen.

Leitwerkstoffe wie PE, POM und PTFE bestätigen dieses Bild. Auch hier dominieren wenige Wissensseiten mit hoher semantischer Tiefe den Markt, während Herstellerseiten trotz Expertise nur dann sichtbar werden, wenn sie eigene, klar strukturierte Werkstoff-Hubs aufgebaut haben.

Die zentrale Erkenntnis dieser Studie lautet: Sichtbarkeit in der Kunststoffbranche ist kein Marken- oder Budgetthema, sondern eine Frage der Informationsarchitektur. Unternehmen, die ihre Inhalte entlang von Wissenslogiken statt Produktlogiken strukturieren, verschieben die Sichtbarkeitsverhältnisse messbar zu ihren Gunsten.

Methodik & Datengrundlage

Ziel der Studie
Analyse der organischen Sichtbarkeitsverteilung in der Kunststoffbranche in Deutschland mit Fokus auf Wissensdominanz, Marktfragmentierung und strukturelle Ursachen für Sichtbarkeit.

Untersuchungszeitraum
Dezember 2025

Markt & Scope
Deutschland · organischer Traffic

Datenquellen & Systeme

  • Google (organische Suche)

  • Ahrefs (Keyword-, Traffic- und Wettbewerbsdaten)

  • KI-Suchsysteme: ChatGPT, Gemini (Beobachtung von Antwortmustern und Quellenpräferenzen)

Keyword-Basis
Mehrere hundert Keywords aus den Clustern Werkstoffe, Platten & Zuschnitte, Eigenschaften, Anwendungen und Wissensbegriffe.

Auswertungslogik
Verglichen wurden Traffic-Anteile nach Domain und URL, SERP-Typen, Intent-Strukturen sowie die Sichtbarkeitsverteilung zwischen Wissensportalen, Industrie-Websites, Shops und Fachmedien.

Diese Studie analysiert die organische Sichtbarkeit zentraler Begriffe der Kunststoffbranche in Deutschland. Grundlage sind Ahrefs-Daten (Stand: Dezember 2025 / Januar 2026, Deutschland), ausgewertet nach organischem Traffic, Traffic-Wert, Keyword-Abdeckung, Anzahl rankender Seiten und Domain Rating.

Untersucht wurden:

  • Übergeordnete Begriffe: Kunststoff, technische Kunststoffe, Kunststoffverarbeitung, Kunststoffbearbeitung

  • Leit-Werkstoffe: PE, POM, PTFE

  • Keyword-Cluster: Werkstoffe, Platten & Zuschnitte, Eigenschaften, Anwendungen, Wissensbegriffe

Ziel der Studie ist es, sichtbar zu machen, welche Akteure die Informationshoheit in der organischen Suche besitzen und welche strukturellen Muster dahinterstehen.

Trafficverteilung in der Kunststoffbranche

Marktüberblick: Kunststoff (Head-Term)

Gesamttraffic: ca. 3.400 organische Besuche/Monat

Domain Traffic Traffic-Anteil Traffic-Wert Seiten DR
technischekunststoffe24.de 1.057 31,0 % $497 1 22
wikipedia.org 728 21,4 % $342 6 97
chemie.de 503 14,8 % $236 1 75
hunold-knoop.de 407 11,9 % $191 2 28
buchstaben.com 167 4,9 % $78 4 58

Einordnung:
Der Begriff „Kunststoff“ wird nicht primär von Herstellern oder Shops dominiert, sondern von Wissens- und Definitionsseiten. Auffällig ist jedoch, dass eine einzelne, klar strukturierte Fachseite (technischekunststoffe24.de) Wikipedia überholt – trotz massiv niedrigerem Domain Rating.

Suchbegriff Kunststoff: Platz 1 technischekunststoffe24.de

Technische Kunststoffe

Gesamttraffic: 186 organische Besuche/Monat

Domain Traffic Anteil Traffic-Wert Seiten DR
wikipedia.org 68 36,6 % $51 2 97
technischekunststoffe24.de 27 14,5 % $20 3 22
technische-kunststoffe-shop.de 22 11,8 % $17 1 4
thyssenkrupp.com 14 7,5 % $11 1 76
igus.de 11 5,9 % $8 2 69

Einordnung:
Auch hier dominiert die Wissensebene. Industrieunternehmen tauchen zwar auf, bleiben aber strukturell untergeordnet, da sie das Thema meist nur als Nebeninhalt behandeln.

Kunststoffverarbeitung

Gesamttraffic: 381 organische Besuche/Monat

Domain Traffic Anteil Traffic-Wert Seiten DR
wikipedia.org 176 46,2 % $299 2 97
chemie.de 102 26,8 % $173 1 75
kvgmbh.com 51 13,4 % $87 1 6
hanser-fachbuch.de 15 3,9 % $26 1 69
kunststoffe.de 8 2,1 % $14 1 65

Einordnung:
Der Suchintent ist klar informationsgetrieben. Fachverlage und Lexika dominieren. Hersteller sind kaum präsent.

Kunststoffbearbeitung

Gesamttraffic: 87 organische Besuche/Monat

Domain Traffic Anteil Traffic-Wert Seiten DR
bw-kunststoffe.de 34 39,1 % $52 1 16
technischekunststoffe24.de 14 16,1 % $21 1 22
ms-kunststoff.de 10 11,5 % $15 5 13
cnc-step.de 7 8,0 % $11 1 47
industrie-wegweiser.de 6 6,9 % $9 1 33

Einordnung:
Sobald die Begriffe praxisnäher werden, verschiebt sich die Sichtbarkeit zu spezialisierten Anbietern. Der Markt ist fragmentiert, Wikipedia verliert an Dominanz.

Leit-Werkstoffe im Vergleich

PE

Gesamttraffic: ca. 3.700 organische Besuche/Monat

Domain Traffic-Anteil
wikipedia.org ~58 %
doccheck.com ~12 %
transpack-krumbach.de ~10 %
kunststoffe.de ~6 %

PTFE

Gesamttraffic: ca. 1.800 organische Besuche/Monat

Domain Traffic-Anteil
wikipedia.org ~91 %
restlicher Markt ~9 %

POM

Gesamttraffic: ca. 2.200 organische Besuche/Monat

Domain Traffic-Anteil
wikipedia.org ~96 %
restlicher Markt ~4 %

Einordnung:
Je technischer und erklärungsbedürftiger der Werkstoff, desto stärker monopolisieren Wissensseiten die Sichtbarkeit. Herstellerseiten spielen faktisch keine Rolle, sofern sie keinen eigenständigen Wissenshub aufgebaut haben.

Zentrale Muster der Studie

  1. Informationsarchitektur schlägt Domainstärke
    Einzelne Seiten mit klarer Struktur outperformen große Marken und Konzerne.

  2. Head-Traffic gehört Wissensportalen
    Hersteller gewinnen Sichtbarkeit fast ausschließlich im Longtail.

  3. Werkstoff-Sichtbarkeit ist Hub-getrieben
    Einzelne Seiten bündeln den Großteil des Traffics.

  4. Industrie denkt transaktional – Nutzer sucht Orientierung
    Dieser Bruch erklärt die strukturelle Unsichtbarkeit vieler Anbieter.

Gewinnerranking der Kunststoffbranche

Gewinnerranking der kommerziellen Akteure

Dieses Ranking betrachtet ausschließlich kommerzielle Anbieter (Händler, Zuschnitt-Anbieter, Industrieunternehmen, Marktplätze). Wissens- und Lexikonseiten wie Wikipedia oder chemie.de sind bewusst ausgeschlossen, da sie für Wettbewerbs- und Marktentscheidungen von Unternehmen nicht relevant sind.

Datenbasis: Ahrefs · Deutschland · Dezember 2025 · organischer Traffic · aggregiert über alle untersuchten Keyword-Cluster.

Rang Domain Typ Organischer Traffic Traffic-Anteil Traffic-Wert Keywords Seiten DR
1 kunststoffplattenonline.de Händler / Zuschnitt 9.103 10,9 % 5.827 € 105 100 47
2 technischekunststoffe24.de Fachhändler / Wissenshub 7.809 9,4 % 3.727 € 188 68 22
3 plattenzuschnitt24.de Zuschnitt-Anbieter 5.940 7,1 % 5.430 € 52 20 56
4 s-polytec.de Industrie / Händler 5.486 6,6 % 2.383 € 155 39 27
5 hornbach.de Baumarkt 4.425 5,3 % 2.362 € 84 44 75
6 amazon.de Marktplatz 2.796 3,4 % 1.223 € 150 110 93
7 acrylglas-shop.com Händler 2.489 3,0 % 2.353 € 45 41 13
8 ws-onlineshop.de Händler 2.047 2,5 % 1.464 € 22 12 26
9 expresszuschnitt.de Zuschnitt-Anbieter 1.564 1,9 % 1.234 € 71 30 36
10 acrylglasplattenshop.de Händler 1.322 1,6 % 1.476 € 11 8 32
11 bauhaus.info Baumarkt 1.249 1,5 % 586 € 60 11 74
12 obi.de Baumarkt 1.179 1,4 % 623 € 59 19 76
13 bw-kunststoffe.de Industrie / Händler 1.163 1,4 % 623 € 130 37 16
14 plattenshop24.com Händler 1.103 1,3 % 559 € 74 53 3
15 online-plast.com Händler 807 1,0 % 365 € 88 28 2
16 adelhelm.de Industrie 724 0,9 % 594 € 5 2 25
17 ensingerplastics.com Hersteller 652 0,8 % 375 € 64 41 63
18 acrylshop24.com Händler 625 0,8 % 376 € 22 22 9
19 rexin-shop.de Händler 596 0,7 % 303 € 39 14 62
20 kunststoffedirekt.de Händler 543 0,7 % 341 € 39 30 2
21 ads-kunststofftechnik.de Industrie 538 0,6 % 343 € 70 32 7
22 thyssenkrupp-plastics.de Industrie 532 0,6 % 243 € 54 23 48

Einordnung des Rankings:
Die führenden Positionen werden nicht von klassischen Großherstellern belegt, sondern von spezialisierten Händlern und Zuschnitt-Anbietern mit breiter Themenabdeckung. Besonders auffällig ist die hohe Sichtbarkeit von Domains mit vergleichsweise niedrigem Domain Rating, was die zentrale Aussage der Studie bestätigt: Struktur und Themenfokus schlagen Markenstärke.

Das sagt die Studie aus

Die organische Sichtbarkeit der Kunststoffbranche wird nicht durch Marktanteile oder technologische Führerschaft entschieden, sondern durch thematische Klarheit und Wissensstruktur. Unternehmen, die Kunststoffe ausschließlich über Produkte, Kategorien oder Leistungen erklären, verlieren systematisch Reichweite.

Wer Sichtbarkeit aufbauen will, muss Kunststoffe als Wissensraum denken: mit Definitionen, Eigenschaften, Anwendungen, Werkstoffvergleichen und normativen Einordnungen – unabhängig vom direkten Verkaufsinteresse.

Die Studie als Zusammenfassung im Infografikformat anschauen.

Infografik Studie Sichtbarkeit in der Kunststoffbranche

Empfehlungen für Kunststoffunternehmen

Die Auswertung zeigt ein klares Muster: Sichtbarkeit entsteht in der Kunststoffbranche nicht durch Markenstärke, sondern durch thematische Abdeckung, Informationsbreite und klare Struktur. Unternehmen, die ausschließlich produkt- oder vertriebsorientiert kommunizieren, verlieren systematisch Reichweite an Wissensportale, Nachschlagewerke und spezialisierte Shops.

Konkrete Handlungsempfehlungen:

  1. Werkstoff-Kompetenz systematisch aufbauen
    Für jeden relevanten Werkstoff (z. B. PE, POM, PTFE) braucht es eine zentrale Übersichtsseite mit Eigenschaften, Varianten, Normen, Anwendungen und Grenzen – ergänzt durch vertiefende Unterseiten.

  2. Zuschnitt- und Plattenlogik trennen
    Sichtbarkeit entsteht dort, wo Nutzer entscheiden: Materialwahl, Dicke, Toleranzen, Einsatzgebiet. Reine Produktlisten ohne erklärenden Kontext schöpfen das Potenzial nicht aus.

  3. Eigenschaften und Anwendungen priorisieren
    Begriffe wie Abriebfestigkeit, Temperaturbeständigkeit, Chemikalienresistenz oder Lebensmittelzulassung erzeugen deutlich mehr Reichweite als reine Werkstoffnamen.

  4. Wissensbegriffe besetzen
    Definitionen, Vergleichsfragen und Entscheidungsbegriffe werden aktuell fast vollständig von Wikipedia, chemie.de und Fachportalen dominiert – hier liegt ungenutztes Industriepotenzial.

  5. Informationsarchitektur vor Content-Menge
    Seiten mit wenigen, aber klar strukturierten Inhalten erzielen mehr Sichtbarkeit als umfangreiche, ungeordnete Produktkataloge.

Diese Muster erklären, warum kleinere, fokussierte Anbieter in einzelnen Clustern deutlich sichtbarer sind als große, breit aufgestellte Industrieunternehmen.

Bedeutung für KI-Suchsysteme und GEO

Die Ergebnisse sind nicht nur für klassische Suchmaschinen relevant. KI-gestützte Suchsysteme wie ChatGPT, Google KI-Übersichten oder Perplexity bevorzugen exakt jene Inhalte, die in dieser Studie dominieren.

Warum diese Domains in KI-Antworten auftauchen:

  • Klare Definitionen statt Marketingtexte

  • Eindeutige Zuordnung von Werkstoffen zu Eigenschaften und Anwendungen

  • Konsistente Begriffsnutzung über mehrere Seiten

  • Hoher Informationsgehalt bei geringer Seitenanzahl

Wissensportale und strukturierte Fachseiten dienen KI-Systemen als verlässliche Referenzpunkte. Reine Produkt- oder Kategorieseiten ohne erklärenden Kontext werden dagegen kaum als Antwortquelle genutzt.

Für Industrieunternehmen bedeutet das: Sichtbarkeit verschiebt sich von der Website-Navigation hin zur inhaltlichen Lesbarkeit durch Maschinen.

Strategische Einordnung

Die Studie zeigt eine strukturelle Lücke in der digitalen Sichtbarkeit der Kunststoffbranche. Während Nachfrage, Suchvolumen und Informationsbedarf hoch sind, bleibt ein Großteil der Industrie unsichtbar – sowohl in klassischen Suchergebnissen als auch in KI-generierten Antworten.

Unternehmen, die Werkstoffwissen, Anwendungen und Entscheidungslogik strategisch aufbereiten, können diese Lücke schließen und sich dauerhaft als Referenz etablieren.

Die Daten belegen: Sichtbarkeit ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis klarer inhaltlicher Systeme. Wenn Sie weitere Studien lesen möchten, schauen Sie sich gerne unsere Studie Sichtbarkeit Robotik an.

Kennzeichnungspflicht nach Art. 50 KI-VO: Mit Unterstützung von KI erstellt
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