Inhaber Gerlach Media. Spezialist für digitale B2B-Sichtbarkeit in Suchmaschinen und KI-Systemen.
Zusammenfassung
Ein Prompt-Set ist eine strukturierte Sammlung relevanter Fragen, mit der Unternehmen ihre Sichtbarkeit in KI-Systemen wiederholt messen. Es verbindet Zielgruppen, Suchintentionen, Anbieterfragen und Wettbewerbsbeobachtung zu einer belastbaren Grundlage für GEO, Content und Monitoring.
- Ein Prompt-Set ist mehr als eine Fragenliste. Es bildet reale Recherche- und Entscheidungssituationen ab.
- Die Qualität der Prompts entscheidet über die Aussagekraft. Relevanz, Neutralität, Kategorisierung und Stabilität sind wichtiger als eine möglichst große Menge.
- Der eigentliche Wert entsteht durch die Umsetzung. Sichtbarkeitslücken, Wettbewerber und Quellen müssen in konkrete Content- und GEO-Maßnahmen überführt werden.
Ein Prompt-Set ist eine strukturierte Sammlung geschäftlich relevanter Fragen, mit der Unternehmen ihre Sichtbarkeit in ChatGPT, Perplexity, Gemini, Claude, Copilot und weiteren KI-Systemen wiederholt prüfen.
Es ersetzt keine klassische Keyword-Recherche, sondern ergänzt sie um konkrete Recherche- und Entscheidungssituationen. Ein belastbares Prompt-Set zeigt nicht nur, ob eine Marke genannt wird, sondern auch, bei welchen Fragen Wettbewerber, Quellen und Themen die Antworten bestimmen.
Was ist ein Prompt-Set?
Ein Prompt-Set bündelt ausgewählte Fragen, die potenzielle Kunden, Fachabteilungen, Einkäufer oder Entscheider an ein KI-System stellen könnten. Die Fragen werden nicht zufällig gesammelt, sondern nach Zielgruppen, Themen, Entscheidungsphasen und geschäftlicher Relevanz strukturiert.
Im GEO- und AI-Visibility-Kontext dient das Prompt-Set als feste Messgrundlage. Dieselben oder bewusst versionierte Prompts werden in regelmäßigen Abständen geprüft. Dadurch lässt sich beobachten, ob ein Unternehmen:
- in KI-Antworten genannt wird,
- als Quelle verlinkt oder zitiert wird,
- bei Anbieter- und Vergleichsfragen berücksichtigt wird,
- mit den richtigen Leistungen und Themen verbunden wird,
- gegenüber Wettbewerbern Sichtbarkeit gewinnt oder verliert.
Ein Prompt-Set ist damit kein Prompt-Archiv für den internen Einsatz von ChatGPT. Es ist ein strukturiertes Modell um KI-Sichtbarkeit zu messen, Wettbewerbsbeobachtung und Content-Priorisierung durchzuführen.
Warum einzelne Prompts keine belastbare Messung ergeben
Eine einzelne Frage kann einen ersten Eindruck vermitteln, aber keine verlässliche Aussage über die Sichtbarkeit eines Unternehmens liefern. KI-Antworten können sich je nach System, Zeitpunkt, Recherchemodus, Nutzerkontext und verfügbaren Quellen verändern.
Wer nur eine oder zwei Fragen testet, riskiert Fehlinterpretationen:
- Eine Marke erscheint zufällig in einer Antwort, ist aber bei ähnlichen Fragen unsichtbar.
- Ein Wettbewerber wird nur aufgrund einer sehr spezifischen Formulierung genannt.
- Eine Quelle wird einmal zitiert, taucht bei Wiederholungen aber nicht mehr auf.
- Ein sehr allgemeiner Prompt liefert Marktführer, obwohl spezialisierte Anbieter für die eigentliche Kaufentscheidung relevanter wären.
- Markenprompts erzeugen Sichtbarkeit, obwohl das Unternehmen bei neutralen Fragen nicht berücksichtigt wird.
Ein Prompt-Set verteilt die Messung deshalb auf mehrere Fragetypen und Entscheidungssituationen. Erst diese Breite macht sichtbar, ob ein Unternehmen tatsächlich als relevante Marke, Quelle oder Anbieter eingeordnet wird.
Unterschiede: Keyword, Prompt und Prompt-Set
| Begriff | Zweck | Beispiel |
|---|---|---|
| Keyword | Zeigt ein Thema oder eine Suchnachfrage in verdichteter Form. | SEO Agentur Maschinenbau |
| Prompt | Bildet eine konkrete Frage oder Aufgabe an ein KI-System ab. | Welche SEO Agentur ist auf Maschinenbauunternehmen spezialisiert? |
| Prompt-Set | Bündelt mehrere strukturierte Fragen für wiederholbare Messung und Vergleich. | Informations-, Anbieter-, Vergleichs- und Entscheidungsfragen rund um SEO im Maschinenbau |
Keywords bleiben wichtig, weil sie Suchnachfrage, Begriffe und Themenräume sichtbar machen. Prompts bilden dagegen vollständige Recherche- und Entscheidungssituationen ab. Aus einem einzelnen Keyword können deshalb mehrere unterschiedliche Prompts entstehen.
Das Keyword „GEO Agentur“ kann beispielsweise zu folgenden Prompts führen:
- Was macht eine GEO Agentur?
- Welche GEO Agentur ist auf B2B-Unternehmen spezialisiert?
- Welche Agentur verbindet SEO und GEO?
- Woran erkenne ich eine gute GEO Agentur?
- Welche GEO Agentur kann KI-Sichtbarkeit messen und verbessern?
Welche Prompt-Arten ein gutes Set enthalten sollte
Ein belastbares Prompt-Set sollte nicht nur eine Art von Frage enthalten. Entscheidend ist die Mischung aus frühen Informationsfragen und kaufnahen Entscheidungssituationen.
Informationsfragen
Informationsfragen klären Grundlagen, Begriffe und Zusammenhänge. Sie zeigen, ob ein Unternehmen als Fachquelle für ein Thema wahrgenommen wird.
- Was ist Generative Engine Optimization?
- Wie lässt sich KI-Sichtbarkeit messen?
- Welche Faktoren beeinflussen Zitationen in Perplexity?
Problemfragen
Problemfragen entstehen aus einer konkreten Ausgangslage. Sie sind besonders wertvoll, weil sie häufig nah an realen Projekten und Beratungsanlässen liegen.
- Warum wird mein Unternehmen in ChatGPT nicht genannt?
- Warum erscheinen Wettbewerber in KI-Antworten, wir aber nicht?
- Wie kann ich prüfen, ob meine Website für KI-Systeme verständlich ist?
Vergleichsfragen
Vergleichsfragen zeigen, welche Anbieter, Lösungen oder Methoden gemeinsam eingeordnet werden.
- Welche Tools eignen sich zur Messung von KI-Sichtbarkeit?
- Was ist der Unterschied zwischen SEO und GEO?
- Welche Agenturen verbinden SEO, GEO und Monitoring?
Auswahl- und Anbieterfragen
Diese Fragen sind besonders relevant für den geschäftlichen Nutzen eines Prompt-Sets. Sie zeigen, ob ein Unternehmen in die engere Auswahl kommt.
- Welche GEO Agentur ist für mittelständische B2B-Unternehmen geeignet?
- Wer bietet GEO Monitoring für Industrieunternehmen an?
- Welche Agentur kann eine GEO Strategie entwickeln und umsetzen?
Empfehlungsfragen
Empfehlungsfragen verlangen eine konkrete Vorauswahl. Hier zeigt sich, welche Marken KI-Systeme als empfehlenswert einordnen.
- Nenne drei GEO Agenturen für Industrieunternehmen in Deutschland.
- Welche Anbieter eignen sich für ein AI Visibility Monitoring?
- Welche Agentur ist auf SEO und KI-Sichtbarkeit im Maschinenbau spezialisiert?
Marken- und Reputationsfragen
Diese Prompts prüfen, wie ein Unternehmen beschrieben, eingeordnet und mit welchen Leistungen verbunden wird.
- Wofür ist Gerlach Media bekannt?
- Ist Gerlach Media auf B2B und Industrie spezialisiert?
- Welche Leistungen bietet Gerlach Media im Bereich GEO?
Markenfragen gehören in ein Prompt-Set, dürfen es aber nicht dominieren. Eine starke Markenbeschreibung ist wenig wert, wenn das Unternehmen bei neutralen Anbieter- oder Problemfragen nicht erscheint.
Prompt-Set in sieben Schritten erstellen
1. Geschäftsziele festlegen
Ein Prompt-Set beginnt nicht mit beliebigen Fragen, sondern mit dem gewünschten geschäftlichen Ergebnis. Soll die Sichtbarkeit für eine bestimmte Leistung, Produktgruppe, Branche oder Region gemessen werden? Geht es um Markenbekanntheit, Quellenpräsenz oder konkrete Anbieterempfehlungen?
- bei Anbieterfragen in die engere Auswahl kommen,
- als Fachquelle für ein definiertes Thema erscheinen,
- neue Produkte oder Leistungen in KI-Systemen sichtbar machen,
- Wettbewerber bei kaufnahen Fragen beobachten,
- Content-Lücken systematisch erkennen.
2. Zielgruppen und Rollen definieren
B2B-Kaufentscheidungen werden häufig von mehreren Rollen beeinflusst. Ein technischer Entscheider stellt andere Fragen als die Geschäftsführung, der Einkauf oder das Marketing.
- Geschäftsführung,
- technische Leitung,
- Einkauf,
- Marketing,
- Vertrieb,
- IT oder Digitalisierung,
- externe Berater.
3. Echte Fragen sammeln
Die besten Prompts entstehen aus realen Recherche- und Verkaufssituationen. Geeignete Quellen sind:
- Fragen aus Kunden- und Vertriebsgesprächen,
- Suchanfragen aus der Google Search Console,
- interne Suchanfragen,
- Support- und Servicefragen,
- Einwände aus Angeboten und Pitches,
- Fragen aus Branchenforen und Fachportalen,
- People-also-ask-Fragen und verwandte Suchanfragen,
- Wettbewerberseiten und deren Themenabdeckung.
Die Suchintention bleibt dabei entscheidend. Ein Prompt sollte eine reale Informations-, Vergleichs- oder Entscheidungssituation abbilden.
4. Keywords in natürliche Fragen übersetzen
Keywords liefern Themen, aber selten vollständige Prompts. Aus einem Keyword sollten mehrere natürliche Fragen mit unterschiedlichen Intentionen entstehen.
Beispiel „AI Visibility Tool“:
- Was ist ein AI Visibility Tool?
- Welche AI Visibility Tools eignen sich für B2B-Unternehmen?
- Mit welchem Tool kann ich ChatGPT-, Perplexity- und Google-AI-Sichtbarkeit gemeinsam messen?
- Welche Funktionen sollte ein gutes AI Visibility Tool haben?
- Welche Anbieter verbinden AI Visibility Insights mit konkreten Content-Maßnahmen?
5. Prompts kategorisieren
Jeder Prompt sollte mindestens einer Kategorie zugeordnet werden. Dadurch lässt sich später auswerten, ob ein Unternehmen beispielsweise bei Informationsfragen stark, bei Anbieterfragen aber unsichtbar ist.
- Thema oder Leistung,
- Zielgruppe oder Rolle,
- Customer-Journey-Phase,
- Prompt-Art,
- Region oder Markt,
- geschäftliche Priorität.
6. Relevanz und Priorität bewerten
Nicht jede interessante Frage ist wirtschaftlich relevant. Für die Priorisierung können fünf Kriterien verwendet werden:
- Geschäftswert: Wie nah ist die Frage an einer realen Entscheidung?
- Zielgruppenrelevanz: Wird sie von einer wichtigen Rolle gestellt?
- Themenpassung: Gehört die Frage zum tatsächlichen Leistungsprofil?
- Wettbewerbsrelevanz: Werden dort regelmäßig andere Anbieter genannt?
- Messbarkeit: Lässt sich die Antwort sinnvoll vergleichen?
7. Set testen, bereinigen und versionieren
Vor dem laufenden Monitoring sollte das Prompt-Set in mehreren KI-Systemen getestet werden. Dabei zeigen sich häufig ungeeignete Fragen:
- zu allgemeine Prompts mit austauschbaren Antworten,
- Fragen, die mehrere Themen gleichzeitig vermischen,
- Prompts mit zu starker Markenlenkung,
- nahezu identische Varianten ohne zusätzlichen Erkenntnisgewinn,
- Fragen, die keine sinnvolle Anbieter- oder Quellenbewertung zulassen.
Nach der Bereinigung wird eine erste Version festgelegt. Diese Version sollte dokumentiert und über einen längeren Zeitraum möglichst stabil gehalten werden.
Beispiel für ein B2B-Prompt-Set
Das folgende Beispiel zeigt ein kompaktes Prompt-Set für einen Maschinenbauer, der automatisierte Montageanlagen anbietet.
| Kategorie | Beispiel-Prompt |
|---|---|
| Grundlage | Was ist eine automatisierte Montageanlage? |
| Problem | Wann lohnt sich die Automatisierung manueller Montageprozesse? |
| Auswahl | Welche Kriterien sind bei der Auswahl einer Montageanlage wichtig? |
| Vergleich | Was unterscheidet eine Rundtaktanlage von einer linearen Montageanlage? |
| Anwendung | Welche Montageanlagen eignen sich für kleine Losgrößen? |
| Kosten | Was kostet eine kundenspezifische Montageanlage? |
| Anbieter | Welche Hersteller von Montageanlagen gibt es in Deutschland? |
| Empfehlung | Welche Anbieter entwickeln Montageanlagen für die Medizintechnik? |
| Technik | Wie lassen sich Bildverarbeitung und Qualitätsprüfung in eine Montageanlage integrieren? |
| Projekt | Wie läuft die Entwicklung einer kundenspezifischen Montageanlage ab? |
| Risiko | Welche Fehler entstehen bei der Planung automatisierter Montagelinien? |
| Marke | Für welche Anwendungen ist Unternehmen X als Anlagenbauer bekannt? |
Prompt-Set als Vorlage herunterladen
Damit Sie nicht bei null beginnen müssen, haben wir ein vollständiges Beispiel-Prompt-Set für Gerlach Media zusammengestellt. Die Vorlage zeigt, wie Informations-, Problem-, Vergleichs-, Anbieter-, Empfehlungs- und Markenfragen strukturiert werden können.
Sie können das Dokument herunterladen, auf Ihr Unternehmen übertragen und anschließend mit dem obenstehenden ChatGPT-Prompt ein eigenes Prompt-Set erstellen lassen.
Download Beispiel Promt-Set von Gerlach Media

Wie groß sollte ein Prompt-Set sein?
Eine feste ideale Größe gibt es nicht. Der Umfang hängt von Messziel, Marktbreite, Produktanzahl, Zielgruppen und verfügbaren Ressourcen ab.
| Einsatz | Sinnvoller Umfang |
|---|---|
| Erster manueller Check | 10 bis 20 priorisierte Prompts |
| Fokussiertes Monitoring einer Leistung | 25 bis 50 Prompts |
| Mehrere Leistungen oder Zielgruppen | 50 bis 150 Prompts |
| Breiter Markt mit mehreren Ländern oder Produktbereichen | Mehrere getrennte Prompt-Sets statt einer unübersichtlichen Gesamtliste |
Die Zahlen sind Orientierungswerte. Ein kleines, gut strukturiertes Set ist wertvoller als hunderte nahezu identische Fragen. Bei größeren Unternehmen empfiehlt es sich, ein stabiles Kernset mit ergänzenden Themen- oder Produktsets zu kombinieren.
Qualitätskriterien für gute Monitoring-Prompts
- realistisch formuliert,
- klare Such- oder Entscheidungssituation,
- geschäftlich relevant,
- ohne unnötige Markenlenkung,
- einer Kategorie zugeordnet,
- über mehrere Messzeitpunkte verwendbar,
- für Marken-, Quellen- oder Wettbewerbsanalyse auswertbar.
Häufige Fehler bei der Prompt-Auswahl
Nur die eigene Marke prüfen
Markenprompts zeigen, ob ein KI-System Informationen über das Unternehmen findet. Sie sagen aber wenig darüber aus, ob das Unternehmen bei neutralen Marktfragen sichtbar ist.
Nur allgemeine Informationsfragen verwenden
Wer ausschließlich Definitionen prüft, misst Fachsichtbarkeit, aber keine kaufnahe Anbieterpräsenz.
Zu stark lenkende Prompts formulieren
Ein Prompt wie „Warum ist Anbieter X die beste GEO Agentur?“ erzeugt keine neutrale Messung.
Zu viele ähnliche Varianten aufnehmen
Viele geringfügig veränderte Formulierungen erhöhen den Messaufwand, aber nicht automatisch den Erkenntnisgewinn.
Das Set ständig verändern
Wer Prompts laufend austauscht, verliert die Vergleichbarkeit. Änderungen sollten bewusst versioniert und dokumentiert werden.
Prompts ohne wirtschaftlichen Bezug verfolgen
Eine hohe Sichtbarkeit bei irrelevanten Fragen erzeugt keinen geschäftlichen Wert.
Prompt-Set für GEO- und Content-Strategie nutzen
Ein Prompt-Set dient nicht nur der Messung. Die Antworten liefern konkrete Hinweise für die weitere GEO Strategie und Content-Planung.
Sichtbarkeit und Share of Voice messen
Unternehmen können auswerten, bei wie vielen relevanten Prompts sie genannt werden und wie häufig Wettbewerber erscheinen.
Quellen analysieren
Welche Domains werden in ChatGPT, Perplexity oder anderen Systemen als Beleg genutzt?
Wettbewerber identifizieren
KI-Systeme nennen möglicherweise andere Anbieter als klassische Marktanalysen oder Google-Rankings.
Content-Lücken erkennen
Wenn Wettbewerber bei bestimmten Fragen regelmäßig genannt werden, kann dies auf fehlende Leistungsseiten, Vergleiche, Daten, Fallstudien oder Fachinhalte hinweisen.
Seiten und Themen priorisieren
Prompts mit hohem Geschäftswert und geringer eigener Sichtbarkeit bilden eine sinnvolle Grundlage für neue oder zu überarbeitende Inhalte. Die Verbindung mit Keyword-Clustern verhindert, dass GEO- und SEO-Planung getrennt voneinander erfolgen.
Prompt-Sets versionieren und pflegen
Ein Prompt-Set sollte stabil, aber nicht unveränderlich sein.
- Kernset: dauerhaft relevante Prompts für langfristige Vergleiche,
- Testset: neue Fragen, Themen und Formulierungen,
- Kampagnen- oder Produktset: zeitlich begrenzte Prompts für neue Angebote oder Märkte.
Jede größere Änderung sollte mit Versionsnummer, Datum, hinzugefügten und entfernten Prompts sowie dem Grund der Änderung dokumentiert werden.
Grenzen eines Prompt-Sets
Ein Prompt-Set ist ein Messmodell und kein vollständiges Abbild des realen Nutzerverhaltens. Es kann nie alle Formulierungen, Kontexte und Folgefragen erfassen.
- Antworten können zwischen zwei Messungen schwanken.
- Verschiedene KI-Systeme verwenden unterschiedliche Quellen und Modelle.
- Personalisierung und Gesprächskontext können Ergebnisse verändern.
- Ein Prompt kann mehrere plausible Interpretationen besitzen.
- Nennungen sagen noch nichts über tatsächliche Klicks oder Anfragen aus.
- Eine hohe Prompt-Abdeckung kann wirtschaftlich wenig relevant sein, wenn die falschen Fragen gemessen werden.
Deshalb sollte ein Prompt-Set immer gemeinsam mit Rankings, Traffic, Leads, Quellen und tatsächlichen Kundenfragen bewertet werden.
So beginnen Unternehmen mit einem Prompt-Set
Für einen ersten Einstieg reichen 10 bis 20 geschäftlich wichtige Fragen. Diese sollten unterschiedliche Intentionen abdecken und in mehreren KI-Systemen getestet werden.
- Erste Sichtbarkeit prüfen: GEO Check
- Prompt- und Wettbewerbssichtbarkeit laufend messen: AI Visibility Tool
- Ausgangslage fachlich einordnen: GEO Analyse
- Technik, Inhalte und Quellen vollständig prüfen: GEO Audit
- Maßnahmen und Themen priorisieren: GEO Strategie
- Intern umsetzen: GEO Beratung
- Strategie und Umsetzung auslagern: GEO Agentur
Gerlach Media nutzt Prompt-Sets als Grundlage für das eigene GEO-Monitoring. Dadurch werden Marken, Wettbewerber, Quellen und Antwortkontexte nicht punktuell, sondern über definierte Fragen und mehrere Messzeitpunkte hinweg ausgewertet.
Ein belastbares Prompt-Set verbindet Messung und Umsetzung
Ein gutes Prompt-Set macht KI-Sichtbarkeit vergleichbar. Es zeigt, bei welchen Fragen ein Unternehmen als Quelle, Marke oder Anbieter erscheint und wo Wettbewerber die Antworten bestimmen.
Der eigentliche Nutzen entsteht jedoch erst, wenn aus den Ergebnissen konkrete Entscheidungen folgen: Welche Themen fehlen? Welche Seiten müssen verbessert werden? Welche Belege und Quellen sind notwendig? Und bei welchen Fragen lohnt sich der Aufwand wirtschaftlich?
Damit wird das Prompt-Set von einer einfachen Fragenliste zu einer strategischen Grundlage für GEO, Content, Monitoring und Positionierung.
Häufige Fragen
Was ist ein Prompt-Set?
Was ist der Unterschied zwischen einem Keyword und einem Prompt?
Wie viele Prompts sollte ein Prompt-Set enthalten?
Welche Prompt-Arten gehören in ein gutes Set?
Wie oft sollte ein Prompt-Set aktualisiert werden?
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Ein Prompt-Set ist eine strukturierte Sammlung geschäftlich relevanter Fragen, mit der Unternehmen ihre Sichtbarkeit in ChatGPT, Perplexity, Gemini, Claude, Copilot und weiteren KI-Systemen wiederholt prüfen. Es ersetzt keine klassische Keyword-Recherche, sondern ergänzt sie um konkrete Recherche- und Entscheidungssituationen. Ein belastbares Prompt-Set zeigt nicht nur, ob eine Marke genannt wird, sondern auch, bei welchen Fragen Wettbewerber, Quellen und Themen die Antworten bestimmen.
Quelle: Stefan Gerlach (2026). Gerlach Media. URL: https://gerlach.media/ratgeber/prompt-set/
Nächste Schritte zur Einordnung
Diese Fachbeiträge vertiefen zentrale Aspekte zu Prompt-Set erstellen: Grundlage für messbare KI-Sichtbarkeit und helfen bei der strategischen Einordnung.