Spezialist für Markenstrategie & B2B-Sichtbarkeit. Er kombiniert Markenentwicklung mit modernem SEO und KI-Suchsystemen.
Marketingcontrolling schafft die Verbindung zwischen Marketingzielen, Maßnahmen, Budgets und tatsächlichen Ergebnissen. Es zeigt nicht nur, was im Marketing passiert ist, sondern liefert die Grundlage dafür, Budgets gezielter einzusetzen, Abweichungen zu verstehen und künftige Entscheidungen zu verbessern.
Ein wirksames Marketingcontrolling besteht deshalb nicht aus möglichst vielen Berichten. Entscheidend ist ein klarer Steuerungskreislauf aus Ziel, Kennzahl, Sollwert, Istwert, Ursachenanalyse und konkreter Entscheidung.
Zusammenfassung
Marketingcontrolling verbindet Ziele, Kennzahlen, Daten und Entscheidungen zu einem kontinuierlichen Steuerungsprozess. Es geht nicht darum, möglichst viele Werte zu dokumentieren, sondern relevante Abweichungen zu erkennen, Ursachen zu verstehen und Budgets sowie Maßnahmen gezielt anzupassen.
Besonders im B2B und in der Industrie müssen Marketing- und Vertriebsdaten gemeinsam betrachtet werden. Lange Kaufprozesse, geringe Fallzahlen und mehrere Kontaktpunkte erfordern ein Controlling, das Sichtbarkeit, Leadqualität, Pipeline und wirtschaftliche Ergebnisse miteinander verbindet.
In aller Kürze:
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Marketingcontrolling verbindet Zielwerte, tatsächliche Ergebnisse, Ursachenanalysen und konkrete Steuerungsentscheidungen.
-
Wenige zielbezogene KPIs sind hilfreicher als umfangreiche Berichte ohne klare Entscheidungsrelevanz.
-
Im B2B und in der Industrie müssen Marketing, Vertrieb, Pipeline und langfristige Kaufprozesse gemeinsam ausgewertet werden.
Was ist Marketingcontrolling?
Marketingcontrolling ist ein systematischer Prozess zur Planung, Analyse, Kontrolle und Steuerung von Marketingaktivitäten.
Es stellt Informationen bereit, mit denen Unternehmen beurteilen können:
-
ob Marketingziele erreicht werden
-
welche Maßnahmen Wirkung erzeugen
-
wie effizient Budgets eingesetzt werden
-
wo Abweichungen entstehen
-
welche Ursachen hinter den Ergebnissen liegen
-
welche Maßnahmen fortgeführt, angepasst oder beendet werden sollten
Marketingcontrolling ist damit deutlich umfassender als ein monatliches Reporting.
Ein Bericht stellt Daten dar. Marketingcontrolling verbindet diese Daten mit Zielen, interpretiert Abweichungen und bereitet Entscheidungen vor.
Die Grundlage bilden konkrete Marketingziele. Ohne definierte Zielgruppe, Ausgangswert, Zielwert und Zeitraum kann nicht belastbar bewertet werden, ob eine Entwicklung positiv oder negativ ist.
Warum Marketingcontrolling mehr als Erfolgsmessung ist
Erfolgsmessung betrachtet häufig nur das Ergebnis einer abgeschlossenen Maßnahme. Marketingcontrolling beginnt dagegen bereits vor der Umsetzung.
Es unterstützt mehrere Phasen des Marketingprozesses.
Planung
Vor dem Start einer Maßnahme werden Ziele, Kennzahlen, Budgets und Erwartungen festgelegt.
Informationsversorgung
Relevante Daten aus Website, Kampagnen, CRM, Vertrieb, Kundenservice und Finanzsystemen werden zusammengeführt.
Kontrolle
Soll- und Ist-Werte werden miteinander verglichen.
Analyse
Abweichungen werden nicht nur festgestellt, sondern auf mögliche Ursachen untersucht.
Steuerung
Aus den Erkenntnissen werden konkrete Entscheidungen für Maßnahmen, Budgets und Prioritäten abgeleitet.
Prognose
Das Marketingcontrolling liefert eine Einschätzung, welche Ergebnisse bei unveränderter Entwicklung künftig zu erwarten sind.
Damit unterstützt es sowohl die operative Umsetzung als auch die strategische Weiterentwicklung des Marketings.
Marketingcontrolling und Marketingkontrolle unterscheiden
Marketingcontrolling und Marketingkontrolle werden häufig gleichgesetzt. Inhaltlich besteht jedoch ein wichtiger Unterschied.
Marketingkontrolle
Die Marketingkontrolle prüft, ob ein bestimmtes Ziel oder eine geplante Maßnahme erreicht wurde.
Typische Fragen sind:
-
Wurde das geplante Budget eingehalten?
-
Wurde die Kampagne termingerecht umgesetzt?
-
Wurde der angestrebte Zielwert erreicht?
-
Wie hoch war die Conversion-Rate?
Marketingcontrolling
Marketingcontrolling umfasst zusätzlich:
-
Zieldefinition
-
Kennzahlenauswahl
-
Datenbereitstellung
-
Ursachenanalyse
-
Prognose
-
Entscheidungsunterstützung
-
Ressourcensteuerung
-
Abstimmung mit Unternehmenszielen und Vertrieb
Die Marketingkontrolle ist damit ein Teil des Marketingcontrollings.
Ein Soll-Ist-Vergleich allein reicht noch nicht aus. Erst wenn aus einer Abweichung eine belastbare Ursache und eine konkrete Steuerungsentscheidung abgeleitet werden, entsteht ein vollständiger Controllingprozess.
Effektivität und Effizienz im Marketing
Marketingcontrolling muss zwei grundsätzliche Fragen beantworten:
-
Tun wir die richtigen Dinge?
-
Tun wir diese Dinge wirtschaftlich?
Effektivität: Tun wir die richtigen Dinge?
Effektivität beschreibt, ob eine Maßnahme grundsätzlich geeignet ist, das gewünschte Ziel zu erreichen.
Typische Fragen sind:
-
Erreichen wir die richtigen Zielgruppen?
-
Bearbeiten wir die relevanten Themen?
-
Entstehen qualifizierte Anfragen?
-
Unterstützen unsere Inhalte den Kaufprozess?
-
Passen die Maßnahmen zur Positionierung?
-
Zahlen die Aktivitäten auf die Unternehmensziele ein?
Eine Kampagne kann kostengünstige Klicks erzeugen und trotzdem ineffektiv sein, wenn die erreichten Personen nicht zur Zielgruppe gehören.
Effizienz: Tun wir die Dinge wirtschaftlich?
Effizienz beschreibt das Verhältnis zwischen eingesetzten Ressourcen und erzieltem Ergebnis.
Typische Fragen sind:
-
Wie hoch sind die Kosten pro qualifiziertem Lead?
-
Welche Maßnahme bindet besonders viel interne Arbeitszeit?
-
Welcher Kanal erzeugt die höchste Zahl relevanter Vertriebschancen?
-
Wie unterscheiden sich Maßnahmen hinsichtlich Kosten und Ergebnisqualität?
-
Welche Aktivität liefert bei gleichem Budget den höheren Beitrag?
Eine Maßnahme kann effektiv, aber ineffizient sein.
Beispielsweise kann eine Messe hochwertige Kontakte erzeugen, gleichzeitig aber hohe Kosten und einen erheblichen internen Aufwand verursachen. Das Controlling muss dann prüfen, ob das Ergebnis in einem angemessenen Verhältnis zu den eingesetzten Ressourcen steht.
Strategisches und operatives Marketingcontrolling
Marketingcontrolling lässt sich in eine strategische und eine operative Ebene unterteilen.
Strategisches Marketingcontrolling
Das strategische Marketingcontrolling betrachtet langfristige Markt- und Unternehmensentwicklungen.
Dazu gehören:
-
Marktpotenziale
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Zielgruppenentwicklung
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Wettbewerbsposition
-
Markenwahrnehmung
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technologische Veränderungen
-
neue Branchen und Regionen
-
langfristige Nachfrage
-
strategische Abhängigkeiten
-
Positionierung
-
Wirksamkeit der Marketingstrategie
Typische Fragen sind:
-
Bearbeiten wir weiterhin die richtigen Märkte?
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Verändert sich das Informationsverhalten unserer Zielgruppen?
-
Wird unsere Positionierung verstanden?
-
Entstehen neue Wettbewerber oder Alternativlösungen?
-
Entwickelt sich die Nachfrage in den geplanten Segmenten?
-
Passt unser Marketingkonzept weiterhin zur Unternehmensstrategie?
Das strategische Marketingcontrolling überprüft damit auch Annahmen aus dem Marketingkonzept.
Operatives Marketingcontrolling
Das operative Marketingcontrolling konzentriert sich auf die konkrete Umsetzung.
Es betrachtet beispielsweise:
-
Kampagnen
-
Websitebesucher
-
Leads
-
Conversion-Raten
-
Anzeigenkosten
-
Contentproduktion
-
Budgets
-
Termine
-
Vertriebsübergaben
-
Plan-Ist-Abweichungen
Der operative Zeitraum ist kürzer. Je nach Maßnahme können Kennzahlen wöchentlich, monatlich oder quartalsweise ausgewertet werden.
Der Marketingplan bildet dafür die Grundlage. Dort sind Maßnahmen, Zeiträume, Budgets, Verantwortlichkeiten und Zielwerte dokumentiert.
Welche Aufgaben hat das Marketingcontrolling?
Marketingcontrolling übernimmt mehrere zusammenhängende Aufgaben.
Marketingziele operationalisieren
Allgemeine Ziele werden in messbare Größen übersetzt.
Aus „mehr Nachfrage“ wird beispielsweise:
„Die Zahl qualifizierter Anfragen aus dem Maschinenbau soll innerhalb von zwölf Monaten von acht auf zwölf pro Monat steigen.“
Kennzahlen auswählen
Das Controlling legt fest, welche Kennzahlen die gewünschte Veränderung tatsächlich abbilden.
Daten bereitstellen
Daten aus unterschiedlichen Systemen werden gesammelt, geprüft und zusammengeführt.
Budgets überwachen
Geplante und tatsächliche Ausgaben werden verglichen.
Ergebnisse bewerten
Kennzahlen werden nicht isoliert betrachtet, sondern mit Zielwerten, Vorperioden und relevanten Segmenten verglichen.
Abweichungen analysieren
Das Controlling untersucht, warum Ergebnisse über oder unter den Erwartungen liegen.
Prognosen erstellen
Auf Grundlage der aktuellen Entwicklung wird abgeschätzt, ob Zielwerte voraussichtlich erreicht werden.
Entscheidungen vorbereiten
Aus den Analysen entstehen Empfehlungen für Maßnahmen, Budgets, Zielgruppen oder Prozesse.
Marketing und Vertrieb koordinieren
Gemeinsame Definitionen und Daten helfen dabei, Nachfrage, Leads, Vertriebschancen und Aufträge miteinander zu verbinden.
Erkenntnisse dokumentieren
Erfolgreiche und erfolglose Ansätze werden nachvollziehbar festgehalten, damit Entscheidungen nicht immer wieder bei null beginnen.
Marketingcontrolling in acht Schritten aufbauen
1. Unternehmens- und Marketingziele klären
Jedes Controlling beginnt mit einem Ziel.
Die Erhebung von Kennzahlen ohne Zielbezug führt zu umfangreichen Berichten, aber selten zu besseren Entscheidungen.
Das Unternehmensziel könnte lauten:
„Der Umsatz mit Kunden aus der Lebensmitteltechnik soll innerhalb von zwei Jahren um 20 Prozent steigen.“
Ein daraus abgeleitetes Marketingziel wäre:
„Die Zahl qualifizierter Vertriebschancen aus der Lebensmitteltechnik soll innerhalb von zwölf Monaten von 24 auf 36 steigen.“
Das Marketingcontrolling muss anschließend prüfen, ob diese Entwicklung eintritt und welche Maßnahmen dazu beitragen.
2. Steuerungsrelevante Fragen definieren
Bevor Kennzahlen ausgewählt werden, sollte klar sein, welche Entscheidungen vorbereitet werden sollen.
Beispiele:
-
Welche Kanäle erzeugen qualifizierte Anfragen?
-
Welche Inhalte unterstützen den Vertrieb?
-
Welche Zielbranchen reagieren besonders stark?
-
Wo entstehen Kontakte mit hohem Auftragswert?
-
Welche Maßnahmen verursachen hohe Kosten ohne erkennbaren Vertriebsbeitrag?
-
Wo gehen potenzielle Kunden im Prozess verloren?
-
Welche Budgets sollten erhöht oder reduziert werden?
Diese Fragen verhindern, dass Daten nur deshalb erhoben werden, weil sie technisch verfügbar sind.
3. Geeignete KPIs auswählen
Eine KPI ist eine Kennzahl, die für ein konkretes Ziel und eine konkrete Entscheidung relevant ist.
Nicht jede Zahl ist automatisch eine KPI.
Seitenaufrufe, Impressionen oder Klicks können informativ sein. Sie werden jedoch erst dann steuerungsrelevant, wenn sie einen erkennbaren Bezug zu Zielgruppe, Kaufprozess und Geschäftsziel besitzen.
Für das Ziel „mehr qualifizierte Vertriebschancen“ können beispielsweise diese KPIs sinnvoll sein:
-
qualifizierte Websitebesucher
-
Conversion-Rate
-
Marketing Qualified Leads
-
Sales Qualified Leads
-
Lead-to-Opportunity-Rate
-
Pipelinewert
-
Kosten pro Vertriebschance
Ein schlankes Kennzahlensystem ist meist hilfreicher als ein Dashboard mit dutzenden gleichrangigen Werten.
4. Datenquellen und Definitionen festlegen
Marketingcontrolling benötigt konsistente Daten.
Typische Datenquellen sind:
-
Webanalyse
-
Google Search Console
-
Werbeplattformen
-
CRM
-
E-Mail-Marketing-System
-
Marketing-Automation
-
ERP
-
Vertriebsberichte
-
Messe- und Veranstaltungsdaten
-
Kundenbefragungen
-
Finanzbuchhaltung
Ebenso wichtig sind eindeutige Definitionen.
Unternehmen müssen beispielsweise festlegen:
-
Was gilt als Lead?
-
Wann ist ein Lead qualifiziert?
-
Was ist eine Vertriebschance?
-
Welcher Umsatz wird dem Marketing zugerechnet?
-
Welche Kosten gehören zu einer Kampagne?
-
Wie werden interne Arbeitsstunden berücksichtigt?
-
Wann beginnt und endet der Betrachtungszeitraum?
Ohne gemeinsame Definitionen vergleichen Marketing und Vertrieb häufig unterschiedliche Zahlen, obwohl sie scheinbar über dasselbe Ziel sprechen.
5. Soll- und Ist-Werte erfassen
Für jede relevante Kennzahl werden der geplante Sollwert und der tatsächlich erreichte Istwert dokumentiert.
Beispiel:
| Kennzahl | Sollwert | Istwert | Abweichung |
|---|---|---|---|
| Qualifizierte Anfragen pro Monat | 15 | 11 | −4 |
| Kosten pro qualifiziertem Lead | 400 Euro | 510 Euro | +110 Euro |
| Lead-to-Opportunity-Rate | 30 % | 22 % | −8 Prozentpunkte |
| Pipelinewert pro Quartal | 500.000 Euro | 430.000 Euro | −70.000 Euro |
Die Abweichung allein erklärt jedoch noch nicht, was zu tun ist.
6. Abweichungen analysieren
Eine negative Abweichung kann viele Ursachen haben.
Bei zu wenigen qualifizierten Anfragen kommen beispielsweise infrage:
-
zu geringe Sichtbarkeit
-
falsche Keywords
-
ungeeignete Zielgruppenansprache
-
schwache Landingpages
-
fehlende Vertrauenssignale
-
unklare Positionierung
-
langsame Vertriebsbearbeitung
-
technische Probleme
-
saisonale Einflüsse
-
veränderte Marktnachfrage
Die Ursachenanalyse sollte entlang des gesamten Prozesses erfolgen.
Es reicht nicht aus, nur den letzten Kontaktpunkt zu betrachten.
7. Maßnahmen und Budgets steuern
Auf Grundlage der Analyse werden konkrete Entscheidungen getroffen.
Mögliche Entscheidungen sind:
-
Budget erhöhen
-
Budget reduzieren
-
Zielgruppe anpassen
-
Inhalte überarbeiten
-
Landingpage optimieren
-
Kampagne pausieren
-
Vertriebsübergabe verbessern
-
zusätzliche Daten erfassen
-
Maßnahme zeitlich verlängern
-
Zielwert neu bewerten
Die Planung des Marketingbudgets in der Industrie und die spätere Budgetkontrolle gehören damit eng zusammen.
Auch die Verteilung auf SEO, SEA und Social Ads sollte regelmäßig anhand der tatsächlichen Ergebnisse überprüft werden.
8. Ergebnisse regelmäßig kommunizieren
Marketingcontrolling funktioniert nur, wenn die Erkenntnisse bei den zuständigen Entscheidern ankommen.
Ein Bericht sollte deshalb nicht nur Kennzahlen enthalten, sondern mindestens diese Fragen beantworten:
-
Was war geplant?
-
Was wurde erreicht?
-
Wo bestehen relevante Abweichungen?
-
Was sind die wahrscheinlichsten Ursachen?
-
Welche Entscheidung wird empfohlen?
-
Wer übernimmt die Umsetzung?
-
Wann wird die Wirkung erneut geprüft?
Geschäftsführung, Marketing und Vertrieb benötigen dabei unterschiedliche Detailtiefen.
Die Geschäftsführung interessiert sich stärker für Marktposition, Pipeline, Umsatzbeitrag und Budget. Operative Teams benötigen detailliertere Informationen zu Kampagnen, Inhalten und Conversion-Raten.
Die wichtigsten Kennzahlen im Marketingcontrolling
Ein gutes Kennzahlensystem orientiert sich an der Wirkungskette des Marketings.
Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit
Diese Kennzahlen zeigen, ob ein Unternehmen von relevanten Zielgruppen wahrgenommen wird.
Mögliche KPIs:
-
organische Sichtbarkeit
-
Rankings für strategische Suchbegriffe
-
Impressionen
-
Reichweite in Zielgruppen
-
Erwähnungen in Fachmedien
-
Markenanfragen
-
direkter Websiteverkehr
-
Sichtbarkeit in KI-Suchsystemen
Sichtbarkeit ist ein Frühindikator. Sie ist wichtig, aber noch kein Geschäftsergebnis.
Nutzung und Interaktion
Diese Kennzahlen zeigen, ob Inhalte tatsächlich genutzt werden.
Mögliche KPIs:
-
qualifizierte Websitebesucher
-
wiederkehrende Besucher
-
Nutzung wichtiger Lösungsseiten
-
Downloads
-
Webinaranmeldungen
-
Newsletteranmeldungen
-
Interaktion mit Fachinhalten
-
Nutzung von Produktdaten und Dokumentationen
Eine hohe Verweildauer ist nicht grundsätzlich positiv. Sie kann Interesse zeigen, aber auch auf unklare Inhalte hindeuten. Kennzahlen müssen deshalb immer im Kontext interpretiert werden.
Leads und Nachfrage
Diese Ebene zeigt, ob aus Aufmerksamkeit konkrete Nachfrage entsteht.
Mögliche KPIs:
-
Zahl neuer Leads
-
qualifizierte Leads
-
Marketing Qualified Leads
-
Kosten pro Lead
-
Kosten pro qualifiziertem Lead
-
Conversion-Rate
-
Anteil relevanter Zielunternehmen
-
Anfragen nach Zielbranche
-
durchschnittlicher erwarteter Auftragswert
Im B2B ist die Qualität der Leads meist wichtiger als die reine Menge.
Vertrieb und Pipeline
Diese Kennzahlen verbinden Marketing mit dem Vertriebsprozess.
Mögliche KPIs:
-
Sales Qualified Leads
-
Zahl neuer Vertriebschancen
-
Lead-to-Opportunity-Rate
-
Pipelinewert
-
Angebotsquote
-
Abschlussquote
-
durchschnittlicher Vertriebszyklus
-
durchschnittlicher Auftragswert
-
verlorene Vertriebschancen
-
Gründe für verlorene Aufträge
Die Gestaltung digitaler Leadprozesse in technischen Industrien hilft dabei, einzelne Übergänge und Verantwortlichkeiten messbar zu machen.
Wirtschaftlichkeit
Diese Kennzahlen bewerten den wirtschaftlichen Beitrag.
Mögliche KPIs:
-
Customer Acquisition Cost
-
Return on Marketing Investment
-
Umsatzbeitrag
-
Deckungsbeitrag
-
Customer Lifetime Value
-
Kosten pro Vertriebschance
-
Kosten pro Neukunde
-
Budgetabweichung
-
Anteil des Marketingbudgets am Umsatz
-
Ergebnisbeitrag pro Kanal
Wirtschaftliche Kennzahlen sollten nicht isoliert betrachtet werden. Hohe Akquisitionskosten können bei hohen Auftragswerten und langen Kundenbeziehungen trotzdem sinnvoll sein.
Marketingziel, KPI, Bericht und Controllingentscheidung unterscheiden
| Ebene | Beispiel |
|---|---|
| Marketingziel | Qualifizierte Anfragen aus dem Maschinenbau steigern |
| KPI | Anzahl qualifizierter Anfragen |
| Sollwert | 15 Anfragen pro Monat |
| Istwert | 11 Anfragen pro Monat |
| Bericht | Monatliche Darstellung von Entwicklung und Quellen |
| Analyse | Zu wenig organische Sichtbarkeit auf Lösungsseiten |
| Entscheidung | Fachseiten ausbauen und Anzeigenbudget neu verteilen |
Das Beispiel zeigt: Ein Bericht ist noch keine Entscheidung.
Marketingcontrolling entsteht erst durch die Verbindung von Messung, Interpretation und Steuerung.
Soll-Ist-Vergleich durchführen
Der Soll-Ist-Vergleich ist ein zentrales Instrument des Marketingcontrollings.
Er enthält mindestens:
-
Sollwert
-
Istwert
-
absolute Abweichung
-
prozentuale Abweichung
-
Entwicklung zur Vorperiode
-
erwartete Zielerreichung
-
vermutete Ursache
-
empfohlene Entscheidung
Absolute Abweichung
Die absolute Abweichung zeigt den Unterschied zwischen Ziel- und Istwert.
Beispiel:
Soll: 15 qualifizierte Leads
Ist: 11 qualifizierte Leads
Abweichung: −4 Leads
Prozentuale Abweichung
Die prozentuale Abweichung zeigt die Größenordnung im Verhältnis zum Sollwert.
Im Beispiel liegt der Istwert rund 27 Prozent unter dem Ziel.
Trend
Ein einzelner Monat kann durch saisonale oder zufällige Einflüsse verzerrt sein.
Deshalb sollte zusätzlich geprüft werden:
-
Wie entwickelt sich der Wert über mehrere Monate?
-
Verbessert oder verschlechtert sich die Abweichung?
-
Gibt es erkennbare saisonale Muster?
-
Wurden Maßnahmen verspätet umgesetzt?
Prognose
Das Controlling kann hochrechnen, ob der Jahreszielwert bei gleichbleibender Entwicklung erreicht wird.
Dadurch lassen sich Anpassungen vornehmen, bevor das Geschäftsjahr abgeschlossen ist.
Abweichungen richtig analysieren
Nicht jede Abweichung entsteht durch schwache Marketingarbeit.
Falsche Zielgruppe
Die Kampagne erzeugt Leads, diese passen jedoch nicht zum gewünschten Kundenprofil.
Ungeeignete Botschaft
Das Angebot wird nicht verständlich oder nicht relevant genug dargestellt.
Zu geringe Reichweite
Die Maßnahme erreicht zu wenige potenzielle Kunden.
Schwache Conversion
Die Zielgruppe besucht die Seite, nimmt aber keinen Kontakt auf.
Verzögerte Umsetzung
Geplante Inhalte oder Kampagnen wurden später veröffentlicht.
Unzureichendes Budget
Die geplante Reichweite kann mit den verfügbaren Mitteln nicht erreicht werden.
Fehlerhafte Datenerfassung
Tracking, CRM-Zuordnung oder Leadklassifizierung sind unvollständig.
Langer Vertriebszyklus
Die Marketingwirkung ist bereits sichtbar, aber noch nicht als Umsatz erkennbar.
Fehlende Vertriebskapazität
Leads werden zu langsam oder nicht systematisch bearbeitet.
Veränderte Nachfrage
Marktbedingungen, Investitionsbereitschaft oder gesetzliche Rahmenbedingungen haben sich verändert.
Eine seriöse Ursachenanalyse trennt deshalb zwischen:
-
Zielproblem
-
Strategieproblem
-
Maßnahmenproblem
-
Umsetzungsproblem
-
Datenproblem
-
Vertriebsproblem
-
Marktproblem
Marketingcontrolling im B2B und in der Industrie
Marketingcontrolling ist im B2B besonders anspruchsvoll.
Typische Gründe sind:
-
geringe Fallzahlen
-
hohe Auftragswerte
-
lange Entscheidungszyklen
-
mehrere beteiligte Personen
-
individuelle Angebote
-
anonyme Recherche
-
Offline- und Online-Kontakte
-
Messen und persönliche Empfehlungen
-
zeitverzögerte Umsatzwirkung
-
komplexe Vertriebsprozesse
Ein Industrieunternehmen kann beispielsweise innerhalb eines Quartals nur zehn qualifizierte Anfragen erhalten. Wenn daraus zwei große Projekte entstehen, kann die Maßnahme wirtschaftlich sehr erfolgreich sein.
Umgekehrt können 500 Downloads oder zahlreiche Messekontakte nur einen geringen Wert besitzen, wenn daraus keine relevanten Gespräche entstehen.
Im Industriemarketing sollte das Controlling deshalb besonders auf diese Größen achten:
-
Qualität der Zielunternehmen
-
Entscheidungsrolle der Kontakte
-
Projektpotenzial
-
erwarteter Auftragswert
-
Vertriebsfortschritt
-
Dauer bis zur Entscheidung
-
Gründe für verlorene Chancen
-
Beitrag verschiedener Kontaktpunkte
Marketing und Vertrieb gemeinsam auswerten
Marketingcontrolling darf nicht an der Übergabe eines Leads enden.
Marketing und Vertrieb benötigen gemeinsame Definitionen und Funnelstufen.
Ein möglicher Prozess lautet:
-
anonymer Besucher
-
identifizierter Kontakt
-
Marketing Qualified Lead
-
Sales Qualified Lead
-
Vertriebschance
-
Angebot
-
Auftrag
-
Bestandskunde
Für jede Stufe sollten Kriterien festgelegt werden.
Beispiel für einen Sales Qualified Lead:
-
Unternehmen gehört zur Zielbranche
-
Mindestgröße ist erfüllt
-
konkreter Bedarf ist vorhanden
-
Ansprechpartner ist am Entscheidungsprozess beteiligt
-
Investitionszeitraum ist grundsätzlich absehbar
Anschließend können Übergangsraten gemessen werden:
-
Besucher zu Lead
-
Lead zu Marketing Qualified Lead
-
Marketing Qualified Lead zu Sales Qualified Lead
-
Sales Qualified Lead zu Vertriebschance
-
Vertriebschance zu Auftrag
So wird sichtbar, an welcher Stelle Potenzial verloren geht.
Eine systematische automatisierte Leadgenerierung im B2B benötigt deshalb nicht nur Reichweite, sondern klare Qualifizierungs- und Vertriebskennzahlen.
Attribution im B2B kritisch betrachten
Attribution beschreibt die Zuordnung eines Ergebnisses zu einem oder mehreren Marketingkontaktpunkten.
Im B2B ist diese Zuordnung häufig schwierig.
Ein potenzieller Kunde kann:
-
einen Fachartikel lesen
-
später eine Google-Anzeige anklicken
-
den Anbieter auf einer Messe treffen
-
eine Fallstudie herunterladen
-
über eine Empfehlung erneut auf das Unternehmen aufmerksam werden
-
Wochen später direkt die Website aufrufen
-
anschließend ein persönliches Gespräch führen
Eine reine Last-Click-Betrachtung würde möglicherweise nur den direkten Websitezugriff erfassen.
Dadurch würden frühere Kontaktpunkte ignoriert, obwohl sie wesentlich zum Vertrauen und zur Entscheidung beigetragen haben.
Marketingcontrolling sollte deshalb mehrere Informationsquellen verbinden:
-
Webanalyse
-
CRM
-
Kampagnendaten
-
Vertriebsrückmeldungen
-
Selbstauskunft im Kontaktformular
-
Befragung im Erstgespräch
-
Messe- und Veranstaltungsdaten
-
dokumentierte Kontaktverläufe
Vollständige Genauigkeit ist oft nicht erreichbar. Das Ziel sollte eine ausreichend belastbare Entscheidungsgrundlage sein, keine künstliche Scheingenauigkeit.
Marketing-Dashboard sinnvoll aufbauen
Ein Dashboard sollte nicht alle verfügbaren Zahlen anzeigen.
Es sollte die wichtigsten Steuerungsfragen auf einen Blick beantworten.
Ebene 1: Unternehmensbeitrag
-
Marketingbeitrag zur Pipeline
-
gewonnene Aufträge
-
Umsatzbeitrag
-
Neukunden
-
Customer Acquisition Cost
Ebene 2: Leads und Vertrieb
-
Marketing Qualified Leads
-
Sales Qualified Leads
-
Vertriebschancen
-
Leadqualität
-
Conversion-Raten
-
Pipelinewert
Ebene 3: Nachfrage und Sichtbarkeit
-
relevante Sichtbarkeit
-
qualifizierte Besucher
-
Markenanfragen
-
Reichweite in Zielunternehmen
-
Nutzung wichtiger Fachinhalte
Ebene 4: Maßnahmenperformance
-
Kampagnenergebnisse
-
Contentperformance
-
Landingpage-Conversion
-
Kosten pro Lead
-
Ergebnisse nach Kanal
Ebene 5: Budget und Ressourcen
-
Planbudget
-
Istkosten
-
Budgetabweichung
-
interne Arbeitszeit
-
externe Kosten
-
Prognose bis Jahresende
Ein Dashboard sollte zusätzlich Filter ermöglichen, beispielsweise nach:
-
Zielbranche
-
Region
-
Produktbereich
-
Kampagne
-
Kanal
-
Zeitraum
-
Leadstatus
Beispiel für Marketingcontrolling in einem Industrieunternehmen
Ein mittelständischer Komponentenhersteller möchte mehr qualifizierte Anfragen aus dem Maschinenbau gewinnen.
Marketingziel
Die Zahl qualifizierter Anfragen soll innerhalb von zwölf Monaten von acht auf zwölf pro Monat steigen.
Maßnahmen
-
Überarbeitung wichtiger Lösungsseiten
-
Veröffentlichung technischer Fachartikel
-
Google-Ads-Kampagne
-
Branchenwebinar
-
Erstellung von Fallstudien
Monatliche Sollwerte
| Kennzahl | Soll |
|---|---|
| Qualifizierte Besucher auf Lösungsseiten | 1.500 |
| Marketing Qualified Leads | 20 |
| Sales Qualified Leads | 12 |
| Vertriebschancen | 6 |
| Kosten pro qualifiziertem Lead | maximal 450 Euro |
| Pipelinewert | 250.000 Euro |
Tatsächliche Ergebnisse
| Kennzahl | Soll | Ist |
|---|---|---|
| Qualifizierte Besucher | 1.500 | 1.650 |
| Marketing Qualified Leads | 20 | 22 |
| Sales Qualified Leads | 12 | 8 |
| Vertriebschancen | 6 | 3 |
| Kosten pro qualifiziertem Lead | 450 Euro | 420 Euro |
| Pipelinewert | 250.000 Euro | 140.000 Euro |
Auf den ersten Blick erscheinen die Marketingergebnisse positiv. Besucher, Leads und Kosten liegen im gewünschten Bereich.
Die spätere Funnelstufe ist jedoch deutlich schwächer.
Ursachenanalyse
Die gemeinsame Analyse von Marketing und Vertrieb zeigt:
-
viele Leads stammen aus zu kleinen Unternehmen
-
mehrere Kontakte haben keinen konkreten Investitionszeitraum
-
die Formulare fragen das Projektpotenzial nicht ab
-
der Vertrieb bearbeitet Webinarleads erst nach mehreren Tagen
-
einige Inhalte sprechen Anwender an, aber nicht die eigentlichen Entscheider
Entscheidungen
-
Zielkundenkriterien in Kampagnen schärfen
-
Formulare um Unternehmensgröße und Projektzeitraum ergänzen
-
Lead-Scoring anpassen
-
verbindliche Bearbeitungszeit im Vertrieb festlegen
-
stärker entscheidungsorientierte Inhalte erstellen
-
Webinarzielgruppe enger definieren
Dieses Beispiel zeigt, warum hohe Leadzahlen allein kein ausreichender Erfolgsnachweis sind.
Wie häufig sollte Marketingcontrolling erfolgen?
Der passende Rhythmus hängt von Maßnahme, Budget und Vertriebszyklus ab.
Wöchentlich
Sinnvoll bei:
-
laufenden Anzeigenkampagnen
-
technischen Problemen
-
kurzfristigen Aktionen
-
stark schwankenden Budgets
Monatlich
Sinnvoll für:
-
operative Marketingkennzahlen
-
Leadentwicklung
-
Budgetverbrauch
-
Kampagnenleistung
-
Conversion-Raten
-
Soll-Ist-Vergleiche
Quartalsweise
Sinnvoll für:
-
strategische Maßnahmenbewertung
-
Budgetverschiebungen
-
Pipelineentwicklung
-
Zielbranchen
-
Contentprogramme
-
Zusammenarbeit mit dem Vertrieb
Jährlich
Sinnvoll für:
-
Marketingstrategie
-
Zielsystem
-
Marktposition
-
Gesamtbudget
-
langfristige Programme
-
grundsätzliche Annahmen
Nicht jede Kennzahl muss täglich geprüft werden. Eine zu häufige Bewertung kann dazu führen, dass langfristig wirksame Maßnahmen vorschnell verändert werden.
Typische Fehler im Marketingcontrolling
Zu viele KPIs
Ein umfangreiches Dashboard erzeugt den Eindruck von Kontrolle, erschwert aber die Priorisierung.
Fehlender Zielbezug
Kennzahlen werden erhoben, ohne dass klar ist, welche Entscheidung daraus entstehen soll.
Unterschiedliche Definitionen
Marketing und Vertrieb verwenden unterschiedliche Kriterien für Leads und Vertriebschancen.
Vanity Metrics
Reichweite, Likes oder Klicks werden als Erfolg dargestellt, obwohl der Geschäftseffekt unklar bleibt.
Getrennte Auswertung von Marketing und Vertrieb
Marketing endet im Reporting bei den Leads, während Pipeline und Aufträge nicht berücksichtigt werden.
Umsatz wird vorschnell einem Kanal zugeordnet
Komplexe Kaufprozesse werden auf den letzten messbaren Klick reduziert.
Ergebnisse werden ohne Ursachenanalyse bewertet
Eine schwache Kennzahl führt sofort zu Budgetkürzungen, obwohl das eigentliche Problem an anderer Stelle liegt.
Controlling berichtet nur rückblickend
Es wird dokumentiert, was passiert ist, aber keine Prognose oder Entscheidung abgeleitet.
Qualitative Wirkungen werden ignoriert
Markenwahrnehmung, Vertrauen und technische Kompetenz lassen sich nicht immer direkt als Umsatz erfassen, beeinflussen aber die Kaufentscheidung.
Datenqualität wird nicht geprüft
Fehlerhafte Tracking- oder CRM-Daten führen zu falschen Entscheidungen.
Maßnahmen werden zu früh beendet
SEO, Markenaufbau und komplexe B2B-Kampagnen benötigen realistische Zeiträume.
Aus Reports entstehen keine Handlungen
Kennzahlen werden regelmäßig präsentiert, ohne Verantwortlichkeiten und nächste Schritte festzulegen.
Kompakte Marketingcontrolling-Vorlage
Unternehmensziel:
Welche geschäftliche Entwicklung soll unterstützt werden?
Marketingziel:
Welche messbare Veränderung soll das Marketing bewirken?
KPI:
Welche Kennzahl bildet diese Veränderung ab?
Datenquelle:
Aus welchem System stammt die Kennzahl?
Definition:
Wie wird die Kennzahl eindeutig abgegrenzt?
Sollwert:
Welcher Wert soll erreicht werden?
Istwert:
Welcher Wert wurde tatsächlich erreicht?
Abweichung:
Wie groß ist die Differenz?
Trend:
Wie entwickelt sich die Kennzahl über mehrere Perioden?
Ursache:
Welche Faktoren erklären die Abweichung?
Entscheidung:
Welche Maßnahme wird fortgeführt, verändert oder beendet?
Verantwortung:
Wer setzt die Entscheidung um?
Termin:
Wann wird die Wirkung erneut geprüft?
Häufige Fragen zum Marketingcontrolling
Was ist Marketingcontrolling?
Marketingcontrolling ist ein systematischer Prozess zur Planung, Messung, Analyse und Steuerung von Marketingaktivitäten. Es verbindet Marketingziele mit Kennzahlen, Sollwerten, Istwerten und konkreten Entscheidungen. Ziel ist es, die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit des Marketings transparent zu machen und gezielt zu verbessern.
Welche Aufgaben hat das Marketingcontrolling?
Zu den wichtigsten Aufgaben gehören die Auswahl relevanter Kennzahlen, die Bereitstellung und Prüfung von Daten, die Kontrolle von Budgets, Soll-Ist-Vergleiche, Abweichungsanalysen, Prognosen und die Vorbereitung von Steuerungsentscheidungen. Außerdem verbindet das Marketingcontrolling Marketingaktivitäten mit Vertriebschancen und wirtschaftlichen Ergebnissen.
Was ist der Unterschied zwischen Marketingcontrolling und Marketingkontrolle?
Die Marketingkontrolle prüft, ob ein bestimmtes Ziel oder eine geplante Maßnahme erreicht wurde. Marketingcontrolling geht darüber hinaus. Es umfasst auch Zieldefinition, Planung, Datenbereitstellung, Ursachenanalyse, Prognose und die Steuerung von Maßnahmen und Budgets. Die Marketingkontrolle ist damit ein Bestandteil des Marketingcontrollings.
Welche Kennzahlen sind im Marketingcontrolling wichtig?
Geeignete Kennzahlen hängen vom jeweiligen Marketingziel ab. Typische KPIs betreffen Sichtbarkeit, qualifizierte Besucher, Leads, Leadqualität, Conversion-Raten, Vertriebschancen, Pipelinewert, Abschlussquote, Kosten pro Neukunde und den wirtschaftlichen Ergebnisbeitrag. Entscheidend ist, dass jede Kennzahl eine konkrete Steuerungsentscheidung unterstützt.
Wie funktioniert ein Soll-Ist-Vergleich im Marketing?
Beim Soll-Ist-Vergleich wird ein geplanter Zielwert mit dem tatsächlich erreichten Ergebnis verglichen. Anschließend werden absolute und prozentuale Abweichungen, Trends und mögliche Ursachen untersucht. Aus der Analyse wird eine konkrete Entscheidung abgeleitet, beispielsweise eine Anpassung der Zielgruppe, der Maßnahme oder des Budgets.
Warum ist Marketingcontrolling im B2B besonders wichtig?
Im B2B sind Kaufprozesse häufig lang, Auftragswerte hoch und mehrere Personen an der Entscheidung beteiligt. Einzelne Leads oder Klicks sagen deshalb wenig über den tatsächlichen Erfolg aus. Ein geeignetes B2B-Marketingcontrolling verbindet Sichtbarkeit, Leadqualität, Vertriebschancen, Pipeline und Aufträge miteinander.